Titel
Vortrag von Prof. Katja Diefenbach an der Universität für angewandte Kunst in Wien
Kategorie
Theorie
Veröffentlicht
26.01.2017

Vortrag von Prof. Katja Diefenbach an der Universität für angewandte Kunst in Wien

Katja Diefenbach, Professorin für Ästhetische Theorie an der Merz Akademie, hält am 28. Januar 2017 auf der Konferenz "Krise als Form. Revisionen zur Geschichte der Gegenwart" an der Universität für angewandte Kunst Wien einen Vortrag mit dem Titel "Politik in der vierten Person Singular".

Wenn Marx erklärt, die Geschichte schreite über ihre „schlechte Seite“ voran, über Krise, Gewalt und Bürgerkrieg der Klassen, verwirft er nicht nur eine Politik der „guten Seite“, der humanistischen Ideale und wohlmeinenden Absichten. Er erklärt auch, dass das Universale stark genug sei, um über sein Gegenteil zu prozessieren. Ausgehend von der Idealität dieser These fragt Katja Diefenbach, wie das Problem der Gewalt in einer ganz anderen Theoriesprache verhandelt wird - in Deleuzes vitalistischer Ontologie. Dieser Autor hat augenscheinlich keine Schwierigkeiten damit, impolitische und unumkehrbare Aspekte von Heteronomie zu denken, ohne gleich wie Benjamin einen katastrophischen Zeitbegriff zu entwickeln. Aber welche Idee der Politik zeichnet dieses Denken auf? Und handelt es sich noch um Politik?

Die Konferenz beschäftigt sich mit der Frage nach dem scheinbaren Dauerzustand der Krise in Kunst, Kultur und Gesellschaft und versucht, diesem Begriff auf den Grund zu gehen.
 

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