Referent
Jürgen Riethmüller
Titel
(Kein) Ende der Ästhetik – Zur fortgesetzten Notwendigkeit einer “Kritik der Urteilskraft”
Ort und Zeit
Di, 03. Jun 2008
19:00 Uhr, Aula der Merz Akademie
Ringvorlesungsreihe
Ästhetik des Wissens
Studienrichtung
Theorie

(Kein) Ende der Ästhetik – Zur fortgesetzten Notwendigkeit einer “Kritik der Urteilskraft”

Nachdem sich Stephan Dillemuth in der ersten Vorlesung der Reihe „Ästhetik des Wissens“ mit der „Akademie“ und ihrer korporativen Öffentlichkeit auseinander setzte, widmet sich Jürgen Riethmüller in der zweiten Vorlesung der Skizzierung einer „Umperspektivierung“ der Ästhetik. Ausgehend davon, dass das Ästhetische ein Zentralmoment der menschlichen Welterzeugung ist und dass eine neuerliche Archäologie des Wissens auf die Einsichten der Ästhetik kaum verzichten kann, verweist er auf die größtenteils vorbewusste Rahmung jeder menschlichen Wahrnehmung und die unumstößliche ästhetische Basis jedes Wissenserwerbs. Vor diesem Hintergrund hinterfragt Jürgen Riethmüller kritisch, inwieweit das Ästhetische auch zum Erkenntnishindernis werden kann.

Der Historiker und Publizist Jürgen Riethmüller (*1967 in Stuttgart) studierte Geschichte, Politik- und Volkswissenschaften an der Universität Stuttgart, wo er 1999 auch promovierte. Von 1999 bis 2004 war er Mitherausgeber und leitender Redakteur des Harakiri-Kulturmagazins beim Freien Radio für Stuttgart. Er arbeitet als freier Autor, Lektor und Journalist für zahlreiche Printmedien wie intro, DIE ZEIT, lift stuttgart und veröffentlichte Romane, Theoriebücher und Essays. Seit 2000 ist Jürgen Riethmüller Dozent an der Merz Akademie im Bereich Theorie.

Weitere Vorlesungen aus der Reihe ‘Ästhetik des Wissens’