Ringvorlesungsreihe
Ästhetik des Wissens
Studienrichtung
Theorie
Semester
Sommersemester 2008

Ästhetik des Wissens

Künstlerische Gestaltung und die modernen Formen der Wissensproduktion scheinen unterschiedlichen Registern anzugehören. Auch wenn man die rigide Unterscheidung zwischen subjektivem Ausdruck auf der einen Seite und möglichst objektivierbarer Erkenntnis auf der anderen nicht teilt, so bleibt doch die Unterschiedlichkeit der Ausrichtung der beiden Sphären beträchtlich. Die Tendenz zur Verstärkung der jeweiligen Feldautonomie hat seit geraumer Zeit auch zu Gegenreaktionen geführt, die im Namen der Interdisziplinarität, sowohl in Form von unterschiedlichsten Dialogforen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften wie auch in spezifisch künstlerischen Formen von Forschung auftreten.

Die Ringvorlesung "Ästhetik des Wissens" im Sommersemester 2008 wird sich damit beschäftigen, wie aussichtsreich diese Versuche sind, zwischen den unterschiedlichen Feldern und Kulturen Brücken zu schlagen, inwiefern dabei die tiefen Spaltungen der Moderne überwunden werden können oder sollen und welche Formen der Vermittlung hierfür überhaupt zur Verfügung stehen. Neben der Frage nach der Bedeutung des Wissens innerhalb ästhetischer Konzepte wird es daher auch um den Stellenwert ästhetischer Kategorien für die Konstitution von Wissen gehen. Ausgangspunkt wird jener Begriff des Wissens sein, wie ihn Foucault als eine kulturelle Formation bestimmt hat, die in den unterschiedlichen Feldern von Ökonomie, Literatur oder Naturwissenschaften wirksam sein kann.
 

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