Titel
Antimedien im digitalen Zeitalter – Antimedienmaterialstisches Manifest
Autor
Jan Steinbach
Studienrichtung
Theorie

Antimedien im digitalen Zeitalter – Antimedienmaterialstisches Manifest

(Massen-)Medien kommunizieren, und sie werden medienspezifisch gestaltet, um optimal zu kommunizieren. Diese Alltagssicht auf die Medien ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Beispielsweise bleibt unklar, was »optimal« denn genau bedeutet: optimal im Sinne eines Verstehens von übermittelten Informationen durch die Rezipienten oder optimal im Sinne einer bestmöglichen Kapitalverwertung? Was, wenn in Anlehnung an Brechts Radiotheorie Massenmedien meist eben gerade nicht kommunizierten? Dann hieße optimale Mediengestaltung – im Sinne eines dialogischen, wechselseitig offenen, »demokratischen« Kommunikationsprozesses – dass die Struktur der vorhandenen Medien zunächst umgekehrt werden müsste. In diesem Sinne sprach bereits Karl Kraus von einem »Anti- Medium«. Von diesem Begriff ausgehend, versucht Jan Steinbach sich an einer kleinen Theorie des Antimediums, wobei er an diverse kunst- und medienkritische Ansätze der historischen Avantgarde anknüpft, sich aber auch auf aktuelle Strömungen einer selbst ernannten »Kommunikationsguerilla« bezieht. »Antimedium« sei also ein (Massen-)Medium, das im Gegensatz zu den herrschenden Medien den Rezipienten aktiviert, statt ihn bloß zu betäuben.

Jan Steinbach, geb. 1983, studierte Kommunikationsdesign an der Merz Akademie Stuttgart. Er lebt und arbeitet als freischaffender Designer in Stuttgart.

Zu bestellen unter: publikationen@merz-akademie.de

Softcover
Seitenzahl: 48 Seiten
Preis: 18,20 Euro
Format: 26,8 x 38,8 cm
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-937982-24-3

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