Visuelle Kommunikation

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Visuelle Kommunikation bedeutet nicht, einen vorgegebenen Inhalt „hübsch“ zu verpacken. An der Merz Akademie geht es im Gegenteil darum, als Autor eine eigenständige Kommunikationsleistung zu erbringen.

Das bedeutet, Fragen und Probleme zu definieren, komplexe Sachverhalte zu analysieren und diese mit aktueller Medientechnologie in kommunikative Handlungen zu übersetzen. Ziel ist, Gestalter auszubilden, die aufgrund ihrer visuellen Bildung und ausgeprägter medialer Kompetenz in den verschiedensten beruflichen Umgebungen erfolgreich agieren können.

Zentraler Gegenstand des Studiums im Pathway Visuelle Kommunikation (VK) ist die Konzeption und Gestaltung von Kommunikation, die an das Auge adressiert ist. Konzeption bedeutet, dass in den Lehrveranstaltungen Entwürfe im Hinblick auf ihre kulturellen, sozialen, ökonomischen, technologischen, politischen usw. Bedingungen reflektiert und als Entscheidungen innerhalb eines großen Möglichkeitsraums begriffen werden. Grundlage der Ausbildung im Pathway VK ist die Auseinandersetzung mit den praktischen Verfahren grafischer Gestaltung. Dabei werden die Bereiche Typographie, Darstellen/Illustration und Fotografie als drei grundlegende visuelle Sprachen der visuellen Kommunikation aufgefasst. Hinzu kommen räumliche Inszenierungen von Information (Display- und Exhibition Design), On- und Offline-Gestaltung, etwa im Screendesign oder im Bereich der Bewegtbildmedien (Animation, Titeldesign) usw.

Typografie steht in engem Zusammenhang mit dem Informationsprozess und identitätsstiftenden, soziokulturellen Ausdrucksformen - häufig in unkonventionellen Medien. Die jahrhunderte alten Tradition der Typografie angemessen anzuwenden, setzt das Wissen um die zugehörigen ästhetischen Fragen um Stil, Anmutung, Lesbarkeit und Signalwirkung voraus.

Die Techniken von Darstellen/Illustration beziehen sich im Wesentlichen auf drei Aufgabenfelder: Informieren, Interpretieren, Ausschmücken. Alle bildhaften Zeichen, also Gemälde, Zeichnungen, statistische Darstellungen, Fotos, Icons, Schriften, usw. können eine illustrative Funktion erfüllen, vorausgesetzt sie sind in einem inhaltlichen Konzept verankert.

Fotografie, das eigenständige Erstellen von Bildern und Bildkonzepten sowie der reflektierte Umgang mit Fotografien aller Gattungen, ihre Verortung im Kontext visueller Kommunikation, gehört ebenfalls zum Grundvokabular eines Gestalters.

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