Abschluss des Creator Doctus-Projekts in Amsterdam

30.11.2021
Die Creator Doctus-Abschlusskonferenz fand an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam statt

Am 31. Oktober 2021 fand die Abschlusskonferenz des Creator Doctus-Programms an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam statt. Ziel der Strategischen Partnerschaft von 12 internationalen Hochschulen und Netzwerken war es, den künstlerischen Hochschulen im Bologna-Raum die Möglichkeit zu geben, in den dritten Studienzyklus (Doktoratsebene) einzusteigen und einen Abschluss zu vergeben, der auf dem gleichen Niveau wie ein Doktortitel ist und als gleichwertig anerkannt wird.

In Amsterdam wurde die Publikation „The Creator Doctus Constellation: Exploring a New Model for a Doctorate in the Arts“ vorgestellt. Dieses Buch fasst den dreijährigen Projektzeitraum zusammen und bietet eine neue Perspektive auf die Promotions-Forschung von Künstler*innen. Prof. Dr. David Quigley verfasste für die Publikation den Beitrag „Designing a New PhD Curriculum“, Merz Akademie Master-Absolventin Caroline Meyer-Jürshof ist mit ihrer Fallstudie „Beacons: Maritime Markers“ vertreten. Die Fallstudie stellte sie auch bei der Konferenz vor, ein Modell wurde parallel in der Gruppenausstellung „Processing Spaces-Times“ gezeigt.

Caroline präsentierte ihre Arbeit mit einem Video, dass nicht nur ihr Projekt näher zeigte, sondern auch, wie ihre tägliche Künstlerische Forschung konkret aussieht:
„Dazu habe ich vorhandenes Videomaterial, wie beispielsweise von einem Roadtrip zu Seebaken in Dänemark, das Blättern durch mein Notizheft oder Aufnahmen, wie ich ein Modell einer Seebake baue, mit Kommentaren von mir besprochen, etwa wie ich zum ersten Mal eine Seebake gesehen habe oder einem Ausschnitt aus Friedrich Schillers Gedicht Hero und Leander.“

In der Abschlussausstellung wurden die Arbeitsergebnisse des Projekts präsentiert und Arbeiten von Künstler*innen vorgestellt, die mit dem CrD-Projekt verbunden sind. Neben Carolines Arbeit waren in der Ausstellung die Praktiken der Künstler*innen Arnas Anskaitis (Vilnius Academy of Arts), Joan Ayrton (l’École Nationale Supérieure d’Arts de Paris-Cergy) mit Hanako Murakami, Femke Herregraven (Gerrit Rietveld Academie), Saoirse Higgins (Glasgow School of Arts), Theodoros Giannakis (Athens School of Fine Arts) und Jane Jin Kaisen (Royal Danish Academy of Fine Arts) zu sehen.

„Es war spannend, die Eindrücke der Künstler*innen und PhD-Absolvent*innen zu hören, die von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen von ihrem PhD berichteten. Die Präsentation meiner Arbeit und die Fragen, die mir während der Konferenz dazu gestellt wurden, haben mich ermutigt, jetzt ein für mich passendes PhD-Programm zu finden“, fasst Master-Absolventin Caroline zusammen.

Das Modell einer Seebake von Caroline Meyer-Jürshof in der Gruppenausstellung "Processing Spaces-Times"

Zum Creator Doctus-Projekt

Die teilnehmenden Hochschulen haben sich in den letzten drei Jahren damit befasst, wie man die Einführung des 3. Zyklus in den Ländern des Europäischen Hochschulraums (EHEA) erleichtert, in denen es derzeit keine entsprechende Regelung gibt. Zentrale Fragen waren: Was leisten aktuelle künstlerische Forschungsmethoden für neue und innovative Ansätze? Wie können bewährte Verfahren für die künstlerische Forschung in Institutionen helfen, die noch ganz am Anfang dieser Entwicklung stehen? Wie können Modelle entwickelt und gefördert werden, besonders mit Blick auf verbesserte Karrieremöglichkeiten der Forschenden?

Entstanden sind neben der o.g. Publikation ein Rahmenwerk, wie ein solches Modell aussehen kann sowie ein Weiterbildungsprogramm für Lehrende, Kooperationspartner und Studierende im 3. Zyklus. In einer Datenbank kann man sich über internationale best practice-Modelle informieren.

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