Referent
Didi Danquart
Titel
Kollektiv, Künstler, Firma – Filme machen und Autoren durchsetzen
Ort und Zeit
Di, 26. Jan 2010
19:00 Uhr, Aula der Merz Akademie
Ringvorlesungsreihe
Autorschaft im Film - heute
Studienrichtung
Film und Video

Kollektiv, Künstler, Firma – Filme machen und Autoren durchsetzen

Im letzten Vortrag der aktuellen Ringvorlesung an der Merz Akademie Stuttgart spricht am Dienstag, 26. Januar 2010, Professor Didi Danquart zum Thema "Kollektiv, Künstler, Firma: Filme machen und Autoren durchsetzen“. Der Autor und Regisseur wird sich in seinem Vortrag mit Fragen der Organisierung und Organisation sowie mit der Implementierung und Aufrechterhaltung eines unabhängigen Produktionsapparats zur Durchsetzung künstlerischer und politischer Positionen auseinandersetzen.

Didi Danquart, gründete 1978 mit einigen Genossen die Medienwerkstatt Freiburg, die sich als Teil der radikalen und undogmatischen linken Bewegung begriff und sich immer wieder mit Fragen der Selbstorganisierung beschäftigte. Theoretisch ging die Medienwerkstatt Freiburg von den utopischen Konzepten über subjektiver Wahrnehmung aus, technisch vom damals noch neuen Präsenzmedium Video. Parallel schälte sich allmählich ein eigenes Werk als Autor und Regisseur von engagierten Dokumentarfilmen (z.B. "Der Pannwitzblick" und "Wundbrand") und anspruchsvollen Kinospielfilmen (z.B. "Viehjud Levi", "Offset" und - gerade aktuell - "Lenas Liebe") heraus. Aber auch TV-Formate wie "Tatort" oder Serien wie "Soko Stuttgart" gehören in seine Vita.
Didi Danquart ist in zahlreichen (Lehr)Institutionen präsent: als langjähriger Dozent an der DFFB, als Kommissionsmitglied der Duisburger Filmwoche, als Professor für künstlerischen Film an der HFG in Karlsruhe und seit kurzem für Spielfilmregie an der KHM in Köln. Seine 2002 mitgegründete Produktionsfirma noirfilm gmbh&Co.Kg ist eine der wenigen unabhängigen Produktionsfirmen (für den Arthousefilm) in Baden-Württemberg.
 

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