An seltsamen Tagen über Flüsse in die Städte und Dörfer bis ans Ende der Welt

Ute Mahler, Werner Mahler

Veranstaltungsreihe

Ground Truth: Wirklichkeitskonstruktion und dokumentarische Praxis in Illustration und Fotografie

Studienrichtung

Visuelle Kommunikation

Ort & Zeit

Di., 01. Dez. 2026, 18:15–19:15 Uhr

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Ute und Werner Mahler © Heinrich Holtgreve

Heute gibt es keinen reinen Glauben mehr an die Objektivität der Dokumentarfotografie.Sie ist immer subjektiv. Das ist das Interessante: Bilder der Realität zu sehen und darin die Haltung des Fotografen zu erkennen.“

Ute Mahler (British Journal of Photography, März 2021)

Ute Mahler und Werner Mahler fotografieren seit 50 Jahren deutsch-deutsche Geschichte. In ihrem Vortrag sprechen sie über ihre Auftragsarbeiten zu DDR Zeiten – zwischen Fotojournalismus, Dokumentar- und Werbefotografie. Über die Gründung von Ostkreuz, Utes neuestes Buch “Derselbe Himmel” (2026, Hartmann Books) und natürlich über ihre gemeinsamen Projekte.

Ute Mahler (*1949) und Werner Mahler (*1950) kennen sich seit ihrer Schulzeit und haben beide an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. Seit den 1970er Jahren fotografieren sie im journalistischen Auftrag sozialkritische Themen und arbeiten gleichzeitig kontinuierlich an freien Projekten.

Nach dem Mauerfall 1990 gründeten sie mit fünf weiteren ostdeutschen Kolleg*innen OSTKREUZ, die Agentur der Fotografen. Anfang der 2000er Jahre übernahm Ute Mahler eine Professur in Hamburg, wohingegen Werner Mahler die Ostkreuzschule in Berlin mitgründete, an der beide bis heute lehren. Erst seit 2008 arbeiten Ute und Werner Mahler bewusst unter einer Urheberschaft. In gemeinsamen Werkgruppen wie “Die Monalisen der Vorstädte”, “Kleinstadt”, “An den Strömen” oder “Ein Dorf” betrachten sie gesamtgesellschaftliche Entwicklungen. Sie haben zahlreiche Preise gewonnen, zudem sind sie Träger des Bundesverdienstkreuzes. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen weltweit gezeigt.