The Map Is The Territory Is The Map

Mario Doulis, Egor Larichev, Ulf Treger, Victor Zwimpfer, Christoph van den Berg, Tracy Rolling, Isabelle Arvers, Holger Schulze, Aurélien Merceron, Lucas Verweij

Art der Veranstaltung

Vortrag

Workshop

Studienrichtung

New Media

Ort & Zeit

Fr, 01. Jul 2016

Sa, 02. Jul 2016

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Das von New Media-Professor Mario Doulis kuratierte Symposium „The Map is the Territory is the Map“ fand vom 1.-2. Juli 2016 im Rahmen von „Remediate II“ statt, einem Projekt zur künstlerischen Forschung der Merz Akademie, Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien und der Akademie Schloss Solitude in Kooperation mit der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und der Landesanstalt für Kommunikation.

Neun Referent/innen aus unterschiedlichsten Bereichen beleuchteten während der öffentlichen Kurzvorträge am Freitag Themen rund um Begriffe wie Territorium, Geopolitik, Ortungssysteme, physische und digitale Verortung von Informationen im öffentlichen Raum und den Einfluss und die Rolle neuer und aufkommender Technologien in diesem Umfeld. Anhand zahlreicher Beispiele wurde deutlich, dass die klassische, konventionelle Kartografie, mit der unsere Welt seit jeher abgebildet wird, mehr oder weniger ausgedient hat. Stattdessen stellten die Referenten verschiedene Gegenentwürfe für eine alternative und weniger idealisierte Perspektive auf die Welt vor.

Lucas Verweij (Designkritiker, Rotterdam/ Berlin): Data & Maps

Der Grafikdesigner Ulf Treger präsentierte als Beispiel der dreidimensionalen „Street Level“-Perspektive, wie man sie von Google Street View kennt, das Projekt „Point of View“. Peter Ott, Professor für Film und Video an der Merz Akademie, leitet dieses Projekt, bei dem eine App entwickelt wird, in der aufgenommene Video- und Audiofiles nur an dem Ort abspielbar sind, an dem sie auch aufgenommen wurden. Musikprofessor Holger Schulze beschäftigt sich mit der Kartografie von Tönen als Gegenentwurf zu etablierten Mapping-Methoden, die normalerweise mit Bildern, Farben und Symbolen visuell arbeiten. Journalist Lucas Verweij zeigte anhand seiner handgezeichneten Weltkarten, wie sich der Blickwinkel ändert, wenn man unübliche und ungewohnte Parameter einbaut und Irritationen abseits des traditionellen Kartenmodells erzeugt. Der Medienkünstler Aurélien Merceron experimentiert mit dem eigens entwickelten Interface Modell VVVV zum Einsatz immersiver Umgebungen und Virtual Reality, die vor allem auf die Interaktivität und die subjektive Entscheidung des Einzelnen abzielen. Während eine traditionelle Karte nur ein Modell für die Wirklichkeit sein kann, ist es bei VR möglich, Wirklichkeit zu simulieren und eine eigene Realität abzubilden. Tracy Rolling, die als Produktmanagerin mit Fokus auf innovativen Technologien arbeitet, machte mit Beispielen wie Car-to-Car-Communication deutlich, wie Mapping immer mehr auch in Echtzeit funktioniert.

New Media-Professor Mario Doulis

Am Samstag bildeten sich zwei Workshop-Gruppen aus Vertreterinnen und Vertretern der Kooperationspartner sowie Studierenden und Absolvent/innen der Merz Akademie, die sich weiter in das Thema unter der Leitung von Lucas Verweij und Tracy Rolling vertieften.

Die Präsentation der Ergebnisse sowie der Projektabschluss nach sechs Jahren „Remediate“ finden im Herbst 2016 statt.

Le ’s‘ d’Histoire(s) du Cinema de Godard – New ways to see, to hear, to understand