Studierende im Ausland: Exkursion nach Basel

10.02.2022
Prof. Olia Lialina (links) mit New Media-Studierenden im HEK in Basel

Im Wintersemester 2021/22 reiste New Media Professorin Olia Lialina mit den Studierenden ihres Semesterprojekts Pace of Interaction nach Basel, um die Ausstellung Radical Gaming: Immersion – Simulation – Subversion im HEK (Haus der elektronischen Künste) in Basel zu besuchen.

Die internationale Gruppenausstellung Radical Gaming präsentiert eine Auswahl von Künstler*innen, die sich mit den Strukturen, Technologien und Ästhetiken einer globalen Spieleindustrie beschäftigen. Die ausgestellten Arbeiten sind geprägt durch einen besonders unkonventionellen Umgang mit den Möglichkeiten der Immersion und Interaktion, die für Videospiele charakteristisch sind und deren gängige Narrative und Stereotypen sie subversiv untergraben. Sie lädt die Besucher*innen ein, mit Spielen zu spielen, die sich kritisch mit gängigen Spieltypen auseinandersetzen – insbesondere die Stereotypen der Männlichkeit und die Logik des Wettbewerbs – sowie unser Verständnis davon, was es bedeutet, zu interagieren und Interaktion zu programmieren.

Nach einer Führung durch die Ausstellung hatten die Studierenden mehrere Stunden Zeit, um in die Projekte einzutauchen und die Möglichkeiten zu erkunden, wie Künstler*innen die Mechanismen der virtuellen Realität und anderer erweiterter Realitäten untergraben, damit der Betrachter*innen sie und seine eigene Rolle als Spieler*in bewusst wahrnimmt. Spiele sind Umgebungen zum Erzählen und Erforschen, zum Aufdecken und Kritisieren, es gibt Räume für nostalgische wie auch absolut futuristische Erfahrungen. Die Ausstellung hat den Studierenden einen umfassenden und zeitgemäßen Einblick gegeben.

„Die Industrie sagt uns, dass es jetzt an der Zeit ist, dass wir alle zu Schöpfern des Metaverse werden. Das rückt die Rolle des New Media Designers immer näher an die des Game Designers. Wie kann man sinnvolle, nicht manipulative, aber dennoch aufregende Interfaces für die zukünftigen Interaktionen schaffen? Die Ausstellung war ein großartiger Einstiegspunkt, um darüber nachzudenken”, fasst Prof. Olia Lialina den Besuch zusammen.

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