Ecce Homo

2011

Film und Video

Autor

Nicolas Ohnesorge

Art

Semesterprojekt

Studienrichtung

Film und Video

Betreuender Dozent

Der Künstler vollzieht unter Körpereinsatz archaische Rituale, die an Performances der Wiener Aktionisten wie Günter Brus oder Hermann Nitsch gemahnen und verbunden werden mit Reflexionen eines Alter Ego über Sinneswahrnehmungen und ihre Veränderungen – wobei offenbleibt, ob Drogen im Spiel sind.

„Ecce Homo“ setzt sich mit Grundelementen, Triebkräften und Grenzen menschlicher Existenz auseinander. Anhand eines Interviews, das sich mit Wahrnehmung und deren möglicher Verschiebung beschäftigt, thematisiert der Film die Abgründe der geistigen Identität. Die Gesprächssequenzen stehen animalisch anmutenden Waldszenen gegenüber, in denen ursprüngliche Triebe und unbändige Naturgewalt verbildlicht werden. Diese beiden Aspekte des menschlichen Daseins werden durch eine dritte, diffuse Zwischen-Ebene ergänzt, welche eine Verknüpfung herstellt. Der Referenzrahmen dieser dreidimensionalen Arbeit spannt sich nicht zuletzt durch den Titel von den Motiven des leidenden und verspotteten Jesus unter der Dornenkrone in der Malerei bis zur gleichnamigen späten Nietzsche-Autobiografie („Ecce Homo – wie man wird was man ist“).