100 und 33. Die Merz Akademie feiert Jubiläum!

18.04.2018

Im Jahr 2018 feiert die Merz Akademie, Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Stuttgart, zwei Geburtstage. Vor 100 Jahren wurde das heutige Merz Bildungswerk gegründet. Vor 33 Jahren folgte die staatliche Anerkennung der damals neu ausgerichteten, gemeinnützig geführten Hochschule. Die Merz Akademie arbeitet stetig daran, durch ein erweitertes Studienangebot, niedrigschwellige Zugänge und vielseitigen Kooperationen und Veranstaltungen ihre Themen und Angebote einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Diese beiden Jubiläen sind nicht nur Termine, um zurückzublicken, sondern vor allem hervorragende Anlässe dafür, mit allen Beteiligten über Zukunftsperspektiven der Hochschulbildung, -lehre und Wissensproduktion nachzudenken und die Merz Akademie als einen innovativen, offenen und öffentlichen Ort in Stuttgart zu präsentieren“, freut sich Rektor Martin Fritz.

Gerade erschienen ist die erste Ausgabe von „TEACH-IN – Diskursreihe zum Kunst- und Gestaltungsstudium“, der neuen Publikationsreihe in der Beteiligte der Merz Akademie aus den letzten drei Jahrzehnten und Gäste in Gesprächen aufeinandertreffen. In der ersten Ausgabe spricht Rektor Martin Fritz mit Stefan Dillemuth, Helmut Draxler mit Kathrin Busch, Michael Dreyer mit Eva Maria Stadler. Initiiert und herausgegeben wurde die Publikation vom Merz Akademie Professor und Stuttgarter Künstler Michael Dreyer.

Gestaltung: Lukasz Singiridis

In Kooperation mit der Redaktion Kunscht! des SWR (Leitung: Susanne Kaufmann) findet das Projekt „Ein Kunstwerk in 100 Sekunden“ statt. Es sollen 50 innovative TV- und Online-Formate gefunden werden, die Geschichten rund um ein Kunstwerk aus dem Südwesten erzählen.

Film und Video-Professor Peter Ott betreut das Vorhaben:

„Das Projekt gibt unseren Studierenden die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit TV-Redakteur/innen filmisches Arbeiten in einem professionellen Umfeld kennenzulernen und etwas Neues für das Medium Fernsehen zu produzieren.“

Feinstaub Hackathon in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Zeitung an der Merz Akademie im Januar 2018

Die Hochschule arbeitet weiter daran, sich zu öffnen und ihre Themen und Angebote einer breiteren Zielgruppe zugänglich zu machen. Daher beteiligt sie sich seit einem Jahr am Modell des Umgekehrten Generationenvertrags der gemeinwohlorientierten Genossenschaft CHANCEN eG.

„Das solidarische Modell ist ein wichtiger weiterer Schritt um sicherzustellen, dass die Entscheidung für ein Studium an der Merz Akademie nicht an finanziellen oder sozialen Hürden scheitert“, erläutert Martin Fritz die Kooperation.

Vortrag von Manuel Kostrzynski (Süddeutsche Zeitung) im interdisziplinären Semesterprojekt, April 2018

Auch die Erweiterungen des Studienangebots tragen erste Früchte: Im aktuellen Sommersemester bieten die Bereiche Crossmedia Publishing (Prof. Kevin B. Lee) New Media (Prof. Olia Lialina) und Visuelle Kommunikation (Prof. Joost Bottema) ein gemeinsames, interdisziplinäres Semesterprojekt an. Dieses Angebot stärkt den Anspruch der Merz Akademie, Autor/innen auszubilden, die Inhalte medienübergreifend formulieren und veröffentlichen können, um sich so in einer sich ständig verändernden Medienwelt zu behaupten.

Die vor kurzem erfolgte Reform des Aufnahmeverfahrens für das Bachelorstudium soll dieser Vielseitigkeit der Medien, in der sich junge Erwachsene heute bewegen, Rechnung tragen. Das neue Aufnahmeverfahren stellt das persönliche Kennenlernen in den Mittelpunkt. Dabei präsentieren Bewerber/innen ihre Experimentierfreude, Neugier, Ideenreichtum sowie ihre kreative Ausdrucksfähigkeit in allen Formen – von der Zeichnung bis zum Onlinevideo.

Die Merz Akademie wurde im Jahr 1918 durch den Architekten und Reformpädagogen Albrecht Leo Merz als „Freie Akademie für Erkennen und Gestalten“ gegründet. Nach einer Neuausrichtung in den frühen 1980er Jahren, die der Enkel des Gründers, Markus Merz, initiierte, wurde die Merz Akademie am 9. September 1985 als Hochschule staatlich anerkannt. Heute bietet die Merz Akademie eine innovative Ausbildung, die sowohl einem avancierten Verständnis von medialer Autorschaft als auch den Erfordernissen der Berufsfähigkeit im breiten Feld zwischen Kunst und Medientechnologie verpflichtet ist.

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